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Nun, fast am Ende des Rundgangs durch unsere Dauerausstellung, sehen Sie ein großes Wandbild:

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Hier begegnet Ihnen noch einmal
ein zentraler Satz der friedlichen Revolution in der DDR:

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„Wir sind das Volk!“ rufen die Menschen
bei den Massendemonstrationen im Herbst 1989.

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So zeigen sie ihre Entschlossenheit,
die Diktatur der SED mit friedlichen Mitteln zu Fall zu bringen.

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Entworfen hat das Bild 2023 der Grafiker und Illustrator Jan Steins,

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bei der Ausführung unterstützte ihn der Maler Moritz Friedrich.

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Sie erfahren auch, welchen Weg der Satz seither genommen, welche Stoßrichtung er bekommen hat:

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Am Anfang ein Ruf nach Freiheit und Mitbestimmung, entwickelt er in den Jahren danach ein Eigenleben.

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Ob bei Aktionen gegen die Hartz IV-Reformen 2004, gegen den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs 2010

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oder gegen die staatlichen Coronamaßnahmen 2021 –
„Wir sind das Volk!“

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ist immer dann zu hören, wenn Teile der Gesellschaft mit der Regierung unzufrieden sind,

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sich übergangen und missachtet fühlen.

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Einen völkischen Unterton bekommt der Slogan ab 2015 im Zuge der Proteste gegen die deutsche Flüchtlings- und Asylpolitik.

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Rechtspopulistische und rechtsextreme Kreise, die für sich beanspruchen, den wahren Volkswillen zu repräsentieren,

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machen mit ihm Front gegen Geflüchtete und Zugewanderte.

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Wer aber ist das Volk?
Gibt es auf diese Frage überhaupt eine einfache Antwort?